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Abtreibung und Verhütung

Das oberste Prinzip des Buddhismus besteht darin, kein Wesen zu schädigen oder Leben zu zerstören. Vertreten wird die Auffassung, dass der Mensch vom Augenblick der Zeugung an ein lebender Organismus darstellt. Somit wird die gewaltsame Vernichtung dieses Organismus zu einem eigentlichen Tötungsakt. Die Abtreibung findet demnach eine zumeist negative Bewertung. Buddhisten machen überdies geltend, dass eine jede Geburt karmisch vorbestimmt ist. Dem durch Abtreibung an seiner Existenz verhinderten Kind wird somit nichts anderes übrig bleiben, als unter gleichen (karmisch bedingten) Voraussetzungen sich eine neue Lebensbasis (Wiedergeburt) “zu suchen”. Hingewiesen wird auch auf die durch das Karma bedingte innere Wesensverwandtschaft zwischen den Eltern und dem werdenden Kind, weshalb durch einen Abbruch sich auch die Eltern karmischen Belastungen aussetzen. Dennoch gibt es im Buddhismus kein Abtreibungsverbot und wird die volle Eigenverantwortung der Eltern in der Frage des Schwangerschaftsabbruchs respektiert. – Bleibt anzumerken, dass die Schwangerschaftsverhütung im Buddhismus kein Problem darstellt