Random header image... Refresh for more!

Nicht-Ich

Entsteht alles in Abhängigkeit von Anderem, dann lässt sich auch nicht von einem “Sein”, “Selbst” oder “Ich” reden. Ein Selbst oder Sein ist eine fixe Größe und zur Veränderung nicht fähig. Leben ist aber Veränderung und Wandel, damit ein ständiges (Neu-)Werden und kein unveränderliches Sein. Somit spricht der Buddhismus nicht von einem konstanten – dauernd daseienden oder gleich bleibenden – “Ich” (auch nicht von einer individuellen und unsterblichen “Seele”), sondern nur von einem fließenden Daseinsstrom, in dem es keine beharrenden Erscheinungen (Substanzen) geben kann. Alles ist vergänglich, wechselhaft und eben deshalb kein “Sein” im Sinne eines Dauernden und Unveränderlichen. Sein ist immer nur ein Sein im Werden.